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Fotografien sind Leitfossilien historischer Wirklichkeitskonstruktionen.
Bernd Stiegler. Texte zur Theorie der Fotografie, 2010.
 

Wieso fotografieren wir dieses und jenes nicht? Gibt es bei bestimmten Motiven den inneren Wunsch nach Zeitlosigkeit? Fede Rey fotografiert voller Begierde das Reale, um dadurch das Zeitgefühl zu verlieren. Er erschafft somit einen zeitlosen Raum, den er kraftvoll durchschreitet. All das erreicht seinen Höhepunkt in Berlin, jener Stadt, in die er sich mit all ihren Details verliebt hat.

Hier lässt sich Fede Rey tätowieren. Seine Fotografien sind von den sauren Farben der Nacht geprägt, vom Helldunkel Berlins. Vor seiner Kamera vereinen sich die Nacht, ihre Rauheit, die Labyrinthe der Stadt und ihre Figuren. Sie konzentrieren sich zu einem geheimen, avantgardistischen und postmodernen Fossil namens Berlin. Seine Bilder sammeln eben diese kleinen Lichter der Düsterkeit.

Verónica Orsi
Kuratorin